Der Online Print Summit (OPS) 2026 baut sein Speakers Line-up weiter aus und rückt das Thema „Disruption“ ins Zentrum der Diskussion. Von 12. bis 13. März findet das Event in München statt. Laut den Veranstaltern muss Onlineprint neu gedacht werden. Aus diesem Grund sollen die Speaker den Impuls dazu liefern: Wie können Künstliche Intelligenz, Print und Mass Customization so eingesetzt werden, dass sich die jeweiligen Geschäftsmodelle selbst weiterentwickeln, ohne von anderen disruptiert zu werden.
Die geplanten Vorträge
Der Gründer der KI-Plattform Disrooptive.com, Ruppert Bodmeier, spricht in seiner Keynote über das Thema „Wer disruptiert eigentlich wen? Und was hat KI mit einem Orchester zu tun?“. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Frage, wie Unternehmen digitale Innovation und KI wirklich beherrschen können, statt nur einzelne Anwendungen auszuprobieren. In der Keynote räumt er mit der Annahme auf, dass ein neues Tool schon Veränderung bringe. Seine These: Nicht das Modell disruptiert den Markt, sondern das Unternehmen, das die Modelle orchestriert. Ruppert Bodmeier versteht KI als ein Orchester aus vielen intelligenten Systemen – der eigentliche Wettbewerbsvorteil entstehe dort, wo Kunden Entscheidungen treffen. In seinem OPS-Vortrag „Execution at Scale: The Playbook behind TCG’s global Momentum“ gewährt Philipp Mühlbauer, Gründer und Co-CEO der heutigen The Customization Group (TCG), einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, wie aus der Idee personalisierter Produkte ein Business mit mehreren Standorten in Europa und den USA sowie verschiedenen Marken werden konnte. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem die Frage, wie sich Millionen individualisierter Produkte pro Tag in robuste Prozesse übersetzen lassen – von B2C- und B2B-Shops bis hin zu Api-basierten Modellen, die sich als „Customization as a Service“ nahtlos in andere Plattformen integrieren.
Michał Tracz, CEO von Print Logistics in Polen, hat als nächste Generation in der Leitung eines Familienbetriebs 2018 zusammen mit seinem Bruder eine Smart Factory für die On-Demand-Produktion von Bekleidung, Textilien und Home-Decor-Produkten gestartet. Heute gehört Print Logistics laut den OPS Veranstaltern zu den Big Playern im Markt mit Produktionsstätten in mehreren Ländern sowie einer Pod-Plattform namens Snapwear. In seinem Vortrag auf der Veranstaltung „Pod Transformation: From Single Orders to High-Volume Production, from E-Commerce to Social Commerce“ wird Michał Tracz darüber sprechen, welche Rolle effiziente Fulfillment-Strukturen und Social-Commerce-Anbindungen für die nächste Stufe im textilen Pod-Geschäft spielen. Der Vortrag „Print counter attacks – how to reinvent your business in the new world?“ wird von Ludovic Martin präsentiert. Laut ihm ist eine digital überdrehte Welt verletzlich, wodurch Print wieder neue Relevanz gewinne. Er spricht von „Quest for tangible“, einem Trend, in dem Menschen wieder verstärkt nach physischen Touchpoints suchen, die Vertrauen schaffen und länger wirken als ein Swipe. Print werde in dieser Logik vom Beiprodukt zur strategischen Säule, eingebettet in Customer Journeys, die durch Conversational AI, AI Commerce und Agentic Commerce geprägt sind.
Tickets und weitere Informationen
Auf dem OPS 2026 soll nicht darüber geredet werden, ob KI, Plattformen und Creator-Ökosysteme die Spielregeln ändern, sondern wie schnell – und was das für Strategien, Prozesse und Menschen in den Unternehmen bedeutet. Das diesjährige Programm verknüpft laut den Veranstaltern die Konferenz mit neuen, dialogorientierten Formaten wie den Executive Briefings und C-Level-Classrooms zu einem Programm, das bewusst unbequeme Fragen stellt. Tickets können auf der Website des Summits bestellt werden. Mit der Buchung erhalten die Teilnehmer zudem Zugang zur Onlineprint-Community innerhalb der OPS-App. Dort lassen sich auch die Plätze für die Executive Briefings und C-Level-Classrooms buchen.

