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SIP beleuchtet Rip

5. Juni 2024

Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Auszug. Das vollständige Interview finden Sie in der SIP-Ausgabe 3 2024 auf Seite 38 bis 41.

 

Lesedauer: circa 2,5 Minuten

 

 

Welche Hauptfunktionen erfüllt eine Rip-Software im Rahmen des Digitaldrucks?

Silke Sander, Marketing bei Colormatch Prepress & IT Solutions: Die Hauptfunktion ist die Aufbereitung und Übergabe der Druckdatei an ein oder mehrere Drucksysteme. Im Produktionsbereich gibt es für viele Maschinen keine klassischen Treiber. Daher übernimmt ein notwendiges Rip die Aufgabe, den Drucker anzusteuern. Vor allem ist ein Rip für die präzise Farbwiedergabe notwendig und ermöglicht durch definierte Warteschlangen eine Wiederholbarkeit. Dazu kann es für die Produktion notwendig sein, weitere Informationen einem Auftrag hinzuzufügen, um beispielsweise präzise zu schneiden und zu fräsen, Jobs zu verschachteln oder Barcodes zur weiteren Auftrags- und Weiterverarbeitung zu ergänzen.

Gerald Schade, Servicetechniker bei Igepa Systems: Die Hauptfunktionen sind eine gleichbleibende Druckqualität in Form möglichst geringer Farbabweichungen beim Mehrfachdruck oder wiederholter Werbung mit wechselnden Images, aber gleichbleibenden Logofarben. Ebenso ermöglicht Rip ein effektives Drucken durch einen optimal eingerichteten Workflow.

Karl Norman, Anwendungsspezialist für Textil- und Großformat-Digitaldruck bei Printfactory (Distributor für die DACH Region ist Inimap): Rip-basierte Software spielt eine entscheidende Rolle im Digitaldruckprozess, indem sie mehrere Schlüsselfunktionen ausführt wie beispielsweise Rasterung, Farbmanagement, Halbton-Rasterung, Tintenkontrolle, Auftragsverwaltung, variabler Datendruck und die Druckersteuerung. Insgesamt dient die Software als kritische Komponente des Digitaldruck-Workflows und bietet wesentliche Funktionen für Bildverarbeitung, Farbmanagement, Tintensteuerung, Auftragsmanagement und Druckerkommunikation, um eine qualitativ hochwertige, konsistente und effiziente Druckausgabe zu erzielen.

 

Welche nennenswerten Entwicklungen hat es im Bereich Rip-Software für den Digitaldruck aus Ihrer Sicht in den vergangenen drei Jahren gegeben?

Veronica Carlson, Marketing Director bei Fiery: Der Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Verarbeitungsgeschwindigkeit von Rip-Software, nicht nur, um hochauflösende Bilder schneller zu verarbeiten, sondern auch, um intelligent zu entscheiden, ob Hardware- und Softwareressourcen optimiert werden sollen, um mehrere Aufträge gleichzeitig zu verarbeiten, oder ob ein langer Auftrag in Teile aufgeteilt werden soll, um sie gleichzeitig zu verarbeiten, um Durchlaufzeiten für große Druckaufträge zu verkürzen.

Karl Norman: In den vergangenen drei Jahren gab es Cloud-basierte Lösungen für Fernzugriff und Skalierbarkeit, eine erhöhte Automatisierung und Integration mit Workflow-Tools sowie erweitertes Farbmanagement für genaue Reproduktion. Insgesamt konzentrierten sich die neuesten Entwicklungen bei Rip-Software für den Digitaldruck dabei auf die Verbesserung der Punkte Produktivität, Qualität und Flexibilität, damit Druckdienstleister den sich wandelnden Anforderungen ihrer Kundinnen und Kunden auch gerecht werden können.

Silke Sander: Rip-Software wird nicht mehr nur zum Drucken benutzt; viele Gestaltungselemente, die klassisch in der Bearbeitungssoftware vorhanden sind, befinden sich mittlerweile auch in vielen Rip-Lösungen. Das kann zum Beispiel das Freistellen von Motiven umfassen sowie das automatische Generieren von Schneidinformationen zur Ansteuerung eines Schneidsystems. Besonders hervorzuheben ist die Weiterentwicklung im Textilveredelungsbereich bei DTG- sowie DTF-Druckern.

 

Die Fragen stellte Nadine Seifert

 

www.colormatch.org, www.fiery.com, www.igepasystems.de, www.mimaki.de, www.printfactory.cloud, www.rolanddg.eu

 

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