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Rückblick: Der OPS

23. März 2026

Vom 12. bis 13. März fand der Online Print Summit in München statt. Dort diskutierten Entscheidungsträger, Technologieanbieter, Start-ups und Branchenexperten darüber, wie Künstliche Intelligenz, Agentic Commerce, Hyper-Personalisierung und neue Marktlogiken den Markt verändern.


Teilnehmerrekord

Rund 350 kamen nach München, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Insgesamt gaben an den beiden Veranstaltungstagen drei Keynote-Speaker, 20 Referenten, vier Start-ups sowie fünf C-Level Classrooms und Executive Briefings Einblicke in ihre Geschäftsmodelle. Laut den Veranstaltern war der OPS mehr als ein Überblick über aktuelle Trends: ein Arbeitsstand der Zukunft. Es reiche nicht mehr aus, bestehende Onlineprint-Modelle „nur“ effizienter zu machen. Die Branche muss laut dem OPS ihre Rolle in einer sich ändernden E-Commerce Realität neu definieren.


Vorträge und Inhalte

Ruppert Bodmeier, CEO und Mitbegründer von disrooptive.com, präsentierte seine Analyse zur KI-getriebenen Transformation des E-Commerce. Seine Kernbotschaft: Die „AI-Readiness-Phase“ geht zu Ende, die „AI-Build-Phase“ beginnt. Unternehmen, die jetzt neue Skills, Workflows und Lösungen entwickeln, können sich laut ihm Wettbewerbsvorteile sichern. Dieser Gedanke wurde in der Keynote von Bernd Zipper, Gründer und CEO von zipcon consulting und Mitveranstalter des OPS, weitergeführt mit Handlungsempfehlungen für die Teilnehmenden. Onlineprint müsse Vertrauen und Authentizität mit technologischer Offenheit verbinden und den Wandel aktiv selbst gestalten, bevor andere Marktteilnehmer diese Rolle übernehmen. Dass diese Entwicklung als Richtungswechsel – nicht als Bedrohung – gelesen werden sollte, betonte auch Philipp Mühlbauer, Mitbegründer und Co-CEO von The Customization Group. Die Erfolgsgeschichte seines Unternehmens verband er mit der Aufforderung, mehr zu wagen. In der Keynote von Ludovic Martin, Web2Print-Consultant und Herausgeber des Blogs print.watch stellte er eine These auf: Digitalität hat ihren Scheitelpunkt bereits erreicht und der Wunsch nach Printprodukten als haptischem Erlebnis und vertrauensstiftendem Medium werde auch bei Menschen der GenZ immer größer. Die Aufgabe von Onlinedruckereien müsse sein, den Bogen zwischen analoger und digitaler Welt zu schlagen, mit einer Neupositionierung im sich verändernden Print-Ökosystem. Es folgte eine Keynote von Janneke Klasen, CEO von Schmidt Werbeverpackungen, die einen Einblick in die Umsetzung dieser Aufgaben in einem kleineren Familienunternehmen gab.


Internationaler Austausch

Auf der Bühne wurden Perspektiven aus unterschiedlichen Märkten und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beleuchtet. Beiträge aus Europa, den USA, Brasilien und China zeigten laut den Veranstaltern, dass viele Herausforderungen ähnlich sind, die Antworten darauf jedoch je nach Markt unterschiedlich ausfallen. Marcelo Schroeder Isleb, CEO von Digipix, zeigte am Beispiel des brasilianischen Marktes, wie Print-on-Demand und personalisierte Angebote zunehmend an Bedeutung gewinnen. Cui Wen Feng, CEO und Eigentümer der Grand Printing Group, und sein Sohn Zhicheng Cui, Vice President von Grandprint, zeigten, wie stark sich der chinesische Printmarkt in Struktur und Dynamik vom europäischen unterscheidet. Themen wie Personalisierung, Verpackung und KI gewinnen auch in China an Bedeutung – allerdings unter anderen Marktbedingungen, mit deutlich größerer industrieller Dimension. Rusty Pepper, Head of Global Markets & Partnerships der Taylor Corporation, machte aus US-amerikanischer Perspektive deutlich, dass fehlende Vernetzung und langsame Prozesse heute die größten Erfolgshindernisse im Printmarketing sind. Michał Tracz, CEO von Print Logistic, zeigte am Beispiel seines Heimatmarktes Polen, wie sich Print-on-Demand vom ergänzenden Geschäftsmodell zur industriell skalierbaren Produktionslogik entwickelt. Der Geschäftsführer von Lunes Robotics, Enes Ciritci, zeigte in seiner Closing Note humanoide Roboter als künftige Produktionspartner. Entscheidend sei, Robotik nicht als Zukunftsbild, sondern als integrationsfähige, softwaregestützte Erweiterung realer Produktionsumgebungen zu verstehen.


Weitere Programmpunkte

Im Rahmen der C-Level-Classrooms und Executive gab es Beiträge von Beatrice Klose, Secretary General von Intergraf, und Christian Harder, von Durst Group sowie Marc Horriar, von Cloudlab, und weiteren Experten. Auf dem Summit zeigten vier Start-ups aus Deutschland, den USA, Serbien und Italien t, dass Print-Innovation im KI-Zeitalter nicht mehr nur aus Hardware und Produktionsgeschwindigkeit entsteht.


Der OPS 2027 findet am 13. und 14. April 2027 wieder in München statt. Tickets können zum Early-Bird-Preis bereits jetzt über die OPS-Website gebucht werden.

Kommentar an die RedaktionAn die Redaktion

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