Sun Chemical hat sein Portfolio an nitrozellulosefreien Alternativfarben, die speziell für Anwendungen im Bereich flexibler Verpackungen entwickelt wurden, erweitert.
Das alternative Portfolio
Ziel ist es, Verarbeiter, Händler und Hersteller von Konsumgütern dabei zu unterstützen, sich in einem sich wandelnden Marktumfeld sowie unter zunehmend strengeren Verpackungsvorschriften zu orientieren. Die Farben sollen die bekannten Herausforderungen lösungsmittelbasierter Farben und Lacke mit Nitrozellulose adressieren und zugleich vollständig mit Recyclingprozessen kompatibel sein – im Einklang mit den Designrichtlinien von Recyclass und Ceflex. Das erweiterte Portfolio soll das Engagement für Innovationen, die Nachhaltigkeit, Leistungsfähigkeit und Versorgungssicherheit in Einklang bringen, von Sun Chemical unterstreichen. Nitrozellulose (NC) wird laut dem Unternehmen seit Langem in lösungsmittelbasierten Farben und Lacken eingesetzt, steht jedoch heute vor Herausforderungen wie Lieferengpässen, steigenden Kosten und Nachhaltigkeitsbedenken. So führe ihre thermische Instabilität bei Hochtemperatur-Recyclingprozessen zu Geruchsbildung, Verfärbungen und Kontaminationen. Sun Chemical’s Portfolio ist für den Flexo- und Tiefdruck verfügbar und umfasst Sunspectro Solvacycle-Lösungen für den Oberflächendruck, Sunstrato Duracycle, Sunstrato Duratort und Sunstrato Duralam für den Kaschierdruck sowie Sununo Solicycle, eine Mehrzwecklösung, die sowohl für den Oberflächen- als auch für den Kaschierdruck eingesetzt werden kann.
Hintergrund und Vorteile
Die Lösungen sollen sich an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Das modulare System von Sun Chemical, das auf Polyurethan-(PU)-Konzentraten basiert, soll Verarbeitern einen reibungslosen Übergang von NC/PU-Farben zu NC-freien Alternativen ermöglichen. Laut dem Unternehmen hilft das NC-alternative Portfolio, Risiken durch volatile Lieferketten zu minimieren. Zudem sollen die Farben zusätzliche Vorteile in Form von geringeren Gesamtkosten haben, beispielsweise durch niedrigere ökomodulierte Gebühren im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR). Da sie Recyclingfähigkeit gemäß den Verpackungsrichtlinien ermöglichen und End-of-Life-Anforderungen erfüllen, können sie Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Gleichzeitig sollen sie dabei helfen, regulatorische Kosten zu senken und die Verfügbarkeit hochwertiger Rezyklate sicherzustellen, um Anforderungen im Rahmen von Kunststoffsteuern zu erfüllen. Diese Vorteile sind laut Sun Chemical vor allem für Verarbeiter von flexiblen Verpackungen aus Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) sowie von Mehrschichtlaminaten in ganz Europa relevant – vor allem für solche, die Anwendungen in den Bereichen gekühlte Lebensmittel (wie Milchprodukte, Käse und Joghurt), Tiefkühlkost, Wasch- und Reinigungsmittel, Süßwaren, Brotbeutel und Gartenbau beliefern.
Durch die globalen Lieferkapazitäten will das Unternehmen sicherstellen, dass konsistente Lösungen an die jeweiligen lokalen Marktanforderungen angepasst werden. Die eingesetzten Harze und Pigmente sollen für optimierte Maschinenstabilität und einen Farbraum, der den Anforderungen der Kunden entspricht, sorgen.

