Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Auszug. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der SIP-Ausgabe 3_2026 auf Seite 40 bis 41.
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Mit einem neuartigen System, das Druckkopf und Industrieroborter kombiniert, präsentiert Epson eine neue Technologie für den Direct-to-Shape-Druck auf 3D-Objekten. Die Ankündigung des integrierten Systems hatte bereits im vorigen Sommer auf der automatica in München die Neugierde geschürt, doch ein Transportschaden verhinderte dort die Vorführung der Technologie. „Aufgrund eines unvorhersehbaren logistischen Zwischenfalls, der nicht in der Verantwortung von Epson lag, konnten wir die Maschine leider bisher nicht in Europa vorführen“, erläutert Kan Igarashi. Anders als in Japan, wo „bereits seit längerer Zeit sehr erfolgreich entsprechende Systeme mit überaus positivem Kunden-Feedback eingesetzt werden“, so der Director Inkjet Solution Europe bei Epson, ist die Resonanz hierzulande noch verhalten. Das könnte sich in Kürze ändern, denn inzwischen ist das System im neuen Epson Experience Center in Neuss installiert und eingerichtet. Dort finden seit Mai auch Demonstrationen für Kunden statt.
Kleiner Druckkopf, große Beweglichkeit
Den Kern des Systems bildet der S800-Druckkopf, der kleinste Druckkopf der Epson Precisioncore-Serie. Dessen besondere Stärke liegt in seiner kompakten Bauform und der sehr geringen Dicke. Dies ermöglicht etwa das Bedrucken hochkomplexer Formen wie Rillen und Kurven in hoher Qualität. „Mit einer Dicke von nur circa acht Millimetern kann der Druckkopf optimal entlang der Kontur der Druckobjekte geführt werden und einen minimalen Druckabstand gewährleisten, ohne das Objekt zu berühren“, erklärt Kan Igarashi. In Kombination mit einem Sechs-Achs-Roboter entsteht ein flexibles System, das ein zu bedruckendes Objekt frei im Raum bewegen kann. Der Druckkopf folgt dabei exakt der Form des Objekts, auch bei Kurven, Kanten oder Vertiefungen. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus Robotik und präziser Steuerung der Achsen. „Wir glauben, dass unser superkompakter Inkjet-Druckkopf ein Schlüsselelement des Direct-to-Shape-Drucksystems ist“, betont der Inkjet-Spezialist. Auch geneigte Flächen stellen laut Epson für das Achsensystem kein Problem dar. Selbst Winkel von bis zu 45 Grad ließen sich verarbeiten.
Rudi Stallein

