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Digitales Design

Bild: Canon


Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Auszug. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der SIP-Ausgabe 2_2026 auf Seite 16 bis 24.


Lesedauer: circa 2,5 Minute


Während der Sieb-, Relief- oder Tiefdruck lange Zeit wichtige Verfahren im Bereich Architektur und Interior Design waren, hat der Digitaldruck in den vergangenen Jahren die Oberhand gewonnen. „Das Verfahren hat sich mittlerweile zu einem vollwertigen Designinstrument entwickelt. Ursprünglich hauptsächlich für Proofs oder kleine dekorative Anwendungen genutzt, spielt er heute eine zentrale Rolle bei architektonischen Oberflächen und bietet eine Gestaltungsfreiheit, die über die Möglichkeiten analoger Verfahren hinausgeht“, sagt Marc Graindourze, Business Manager Industrial Inks, Agfa. Gleichermaßen sieht es auch Roberto Zinser, der als Key Account Manager bei swissqprint tätig ist: „Vorhandene Gestaltungselemente lassen sich schnell und ohne Veränderung von bautechnischen Anforderungen in neue überführen. Dadurch können in kürzester Zeit eine Vielzahl von Designs entstehen, für die gegebenenfalls sonst neue Zertifizierungen nötig wären.“


Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand – hohe Personalisierbarkeit und eine weitreichende Materialvielfalt – und der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt: Folierungen für Aufzüge, Türen, Möbel oder Haushaltsgeräte, Sichtschutzfolien, Raumteiler, individuelle Tapeten, Bodenbeläge oder Fassadenelemente; der Digitaldruck offeriert zahlreiche Möglichkeiten, sowohl temporär durch Folien als auch langfristig im Direktdruck.


Treibende Faktoren

Doch wie kam es überhaupt zum Vorstoß des Digitaldrucks, wo herkömmliche Druckverfahren doch vor allem in Bezug auf physische Qualität bestechen und somit eigentlich die ideale Wahl für architektonische Anwendungen sind? Eine nicht unerhebliche Rolle spielen dabei die modernen Drucktinten. Zum einen sind sie geruchsarm – ein wichtiger Faktor beim Einsatz im Innenbereich. „Themen wie ,Compliance‘ haben wir in den letzten Jahren sehr ernst genommen.

Swissqprint-Tinten sind Greenguard Gold zertifiziert, VOC-, NVC- und TPO-frei“, sagt Roberto Zinser. Zum anderen sind moderne Tinten in der Lage, die Oberflächenbeschaffenheit und Haptik des Drucksubstrats zu bewahren. „Wasserbasierte Pigmenttinten für Dekorpapier und UV-härtende Tinten für Möbelkomponenten entsprechen nun in Bezug auf Realismus, Lichtechtheit und Farbkonsistenz, einschließlich reduziertem Metamerismus, den Ergebnissen des Tiefdrucks“, ergänzt Marc Graindourze. Merkmale des Tiefdrucks waren vor allem immer eine hohe Farbbrillanz und Detailtreue – Eigenschaften, die der Digitaldruck mittlerweile auch erfüllt. So bieten beispielsweise moderne Pigmenttinten die Option, Rot anstatt Magenta zu verwenden, wodurch nun sogar realistischere Ergebnisse als im Tiefdruck entstehen.


Darüber hinaus besitzt der Digitaldruck mittlerweile sehr gute Haftungseigenschaften auf unterschiedlichen Materialien.


„Dazu zählen etwa vorkonfektionierte, direkt bedruckbare Wandbeläge – einschließlich PVC-freier Substrate –, leicht anzubringende und wieder entfernbare Folien, strukturierte Finish-Filme sowie dekorative Oberflächenfolien wie Metall- oder Holzdekore“, führt Stephan Heintjens, GM Product, Service & QA, Mutoh, weiter aus. Auch Fortschritte in Klebstofftechnologien, die eine zuverlässige Anwendung auf anspruchsvollen Oberflächen im Innen- und im Außenbereich ermöglichen, tragen zu einer Transformation in der Branche bei.


Sina Eilers



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